Jana Blavius . Blog über unsere Abenteuer, die meinen Alltag versüßen oder auch manchmal ...

23. März 2015

Das heutige Frühstück haben wir uns gestern in einem Laden am Bahnhof von Quinncy besorgt.

Gemütliches Frühstück im Bett mit Blueberry Pie und Apple Pie

Fahrt mit dem Bus 86, der vorm Hotel hält, bis nach Harvard Square
Es ist eiskalt, so dass wir bereits nach wenigen Metern tiefer in unsere Jacken kriechen. Der blaue Himmel trügt so sehr. Eisige -10C zusammen mit einem streng um die Ecke wehenden Wind können wir aber nicht so schnell ignorieren. Ich frage mich nur, wie das die Obdachlosen aushalten. Bei Thema Obdachlose fällt mir auf, dass wir bisher nur wenige in Boston gesehen haben. Doch hier in Harvard kommen wir gleich an einem ganzen Rudel vorbei. Vielleicht tut die Community von Harvard einfach mehr für sie, so dass diese hier bessere Überlebenschancen hat.

Aber das Thema ist schnell vergessen, da wir schnell den Campus erkunden und nach einer Möglichkeit suchen, hineinzugehen. In die meisten Gebäude kommt man nur mit einer Harvard ID. Also schauen wir uns die Studienhallen und Bibliotheken nur von Außen an. Leider bekommen wir die interessante Henry Moore Skulptur auch nicht zu sehen, weil diese gegen Frostschäden geschützt in dicke Planen eingepackt wurde. Dennoch ist es interessant durch die parkähnlichen Anlagen zu laufen.

Ein paar Straßen weiter stoßen wir auf ein nett wirkendes Café. Hier kehren wir ein, um uns einen heißen Trank zu gönnen. Als wir die verlockenden Waffeln mit frischen Früchten im Angebot sehen, können wir nicht widerstehen und bestellen uns eine dicke Waffel mit viererlei Beerenauswahl. Natürlich haben wir uns den Platz an der Sonne ausgesucht, so dass wir deren wärmenden Strahlen vollauf genießen können. Frisch gestärkt und aufgewärmt geht es dann Richtung Harvard Business School weiter. Hier hat Dirk vor zwei Jahren an einer zweiwöchigen Weiterbildung teilgenommen. Heute zeigt er mir alle Ecken, Läden und Stellen, die er damals besucht hat. An der einen Ecke ist es der Buchladen, ein Pizzaladen und weiter vorn ein Park, wo er sich sonntags, noch mit seiner Grippe kämpfend hingeschleppt hat, um ein wenig vom für die Familie shoppen auszuruhen. Dann schauen wir uns die Bibliothek an, laufen weiter zu den damaligen Schulungsräumen und erleichtern den Souvenirladen direkt auf dem Campus.

Mittlerweile rückte die Mittagsstunde näher und so liefen wir nur noch an Dirk`s damaliger Unterkunft vorbei und wieder zurück hinüber über den noch immer mit dicken Eisschollen bedeckten Fluss zum Harvard Square. In einem Burger-Restaurant aßen wir zu Mittag und bewunderten gleichzeitig die vielen typisch amerikanischen Schilder an der Wand. am besten hat mir der Spruch gefallen: "we are not against Bush. We are pro intelligence" Nachdem wir uns gestärkt haben, gehen wir in das Fogg Museum. Auch hier bekommen wir wunderbare Werke der modernen Kunst zu sehen. Es ist erstaunlich wie viele gute Werke das Harvard Museum of Art besitzt. Besonders haben mir die Picassos aus der blauen Periode gefallen. Auch Franz Mark`s roten Pferde beeindruckten mich mit ihrer kraftvollen Farbigkeit und ausdrucksstarken Formgebung. Ich glaube, ich kann all die Schätze gar nicht beschreiben: die Miro`s, den Giacometti, Modigliani, Brancusi und auch Warhol, Pollock und sogar den Boys.

Kein Wunder, dass wir nach Stunden im Museum müde und erschöpft waren. Jetzt könnte uns nur noch eins reizen: shoppen! Zuerst musste der Buchladen in Harvard herhalten. Danach fahren wir mit der S-Bahn zum Shopping Center an der Station Prudential. Als wir dort ankommen, bemerken wir das Stück seine Kamera verloren hat. Als erstes sind wir geschockt. Wir durchsuchen alles: Jackentaschen, Rucksack, meine Tasche ... nirgends finden wir die Kamera - ist wirklich weg. Fast wollen wir uns mit dem Gedanken abfinden, doch dann habe ich die Idee, bei der Bahn nachzufragen. Es ist ja noch nicht lange her das wir sie verloren haben vielleicht besteht ja die Chance dass sie noch gefunden und abgegeben wird. Also laufen wir zur S-Bahn-Station zurück. An den Eingängen gibt es ja immer diese Drehkreuze, wo man seine Tickets benutzen muss. Dort finden wir auch einen Informationsschalter mit einem Bahnmitarbeiter. Den sprechen wir mit wenig Hoffnung an. Erstaunlicherweise fragt er sofort, ob es sich um eine digitale Kamera handelt. Denn er hätte schon gehört, dass die Fahrer sich darüber unterhalten haben. Es wurde eine abgegeben. Er führte noch mal ein kurzes Telefonat und schrieb etwas auf einen Zettel. Es sah aus wie eine Telefonnummer, deshalb erwartete ich, dass wir irgendwo hinfahren und dort anrufen sollten, um sie uns abzuholen. Doch es war viel einfacher. Bei der Nummer handelte es sich um die Wagennummern des Zuges mit dem wir gefahren waren. Nun schrieb er uns die Bahnnummer auf. Dann ließ er uns in die Station hinein. Hier erklärte er uns, dass wir die Treppe hinunter gehen sollten und am Bahnsteig warten sollten bis der Zug mit den beiden Nummern käme. Dort sollten wir den Fahrer ansprechen, er würde sie uns geben. Er meinte noch es könnte ungefähr 20 Minuten dauern, weil die Bahn sich jetzt gerade am anderen Ende der Stadt befand. Aber ehrlich gesagt , was sind schon 20 Minuten, wenn man seine Kamera wieder bekommt! Wir waren heilfroh, konnten es aber irgendwie noch gar nicht richtig glauben. Unsicher machte es uns, dass alle Bahnen die karmen eine vierstellige Nummer hatten. Der Bahnmitarbeiter hatte uns aber nur dreistellige Nummern aufgeschrieben und dahinter einen Strich. Was hatte das nun wieder zu bedeuten? Nachdem die dritte Bahn wieder nur vierstellige Nummern hatte, wurden wir nervös. Hatten wir etwas falsch verstanden hatte er uns in die irre geführt hatte er vielleicht nur ein Teil der Nummern aufgeschrieben ? Wir wussten es nicht. Dirk ging deshalb zum Fahrer des Nächsten kommenden Zuges und fragte ihn nach den Nummern. Doch dieser könnte mit den Nummern auch nichts anfangen. Er erzählte noch mehr Unsinn und wir verstanden Nur Bahnhof. Schlauer waren wir nun nicht, also warteten wir weiter. Dann endlich kam eine Bahn, auf die das Muster der Zahlen passte. Es sah so aus, als ob der Mitarbeiter die erste Nummer nicht mit aufgeschrieben hatte. Wahrscheinlich weil sie sowieso bei allen gleich war. Dirk kämpfte sich zum Fahrer des vorderen Wagens vor. Es war ganz gar nicht so einfach, da die Bahnen zu dieser Zeit sehr voll waren. Als er nach der Kamera fragte bekam er als Antwort er solle schnell zum hinteren Wagen gehen, der Fahrer dieses hätte die Kamera. Also sprinteten wir schnell weiter bevor der Zug wieder wegfahren konnte. Nun war es noch eine Kunst gehen Wagenfahrer anzusprechen denn der Zug war gerammelt voll nur ein lautes Excuse me brachte uns Aufmerksamkeit. Wir hatten kaum das Wort `Kamera` ausgesprochen, reichte uns der Fahrer die Kamera wirklich rüber. Wir waren platt. Wir waren Überwältigt und happy. Sogar die Mitfahrer freuten sich für uns. Alle schauten erstaunt und froh zu uns. Jeder freute sich mit uns dass wir unsere Kamera wieder bekommen haben es ist gar nicht beschreibbar wie überglücklich wir waren. Wir bedanken uns überschwänglich beim Fahrer und schon war die Bahn wieder weg. Wir konnten es immer noch nicht fassen, wir hatten unsere Kamera tatsächlich wieder. Was für ein Glück. Auch bei dem Mitarbeiter, der für uns telefoniert hatte, haben wir uns noch mal herzlich bedankt. Was für eine geniale Rettungsaktion.

Nun konnten wir erleichtert in die morgens hinüber laufen und auch einen einkaufen denken. Natürlich war zuerst der Buchladen dran. Auf jeden Amerika besucht muss ich mir mindestens ein Buch bei Barnes & Noble kaufen. So auch heute. Dirk hatte sich bereits bei Coop in Harvard zwei neue Star Wars Bücher und ein schönes Fotobuch von Boston gekauft. Also war er bereits zufrieden. Ansonsten sind wir noch durch die Mall getigert und haben uns alles angeschaut. Am Ende des Tages haben wir noch ein paar Lebensmittel im Supermarkt "Star" eingekauft, so dass wir im Hotel gemütlich zu Abend essen konnten.

Den ganzen Tag so auf den Beinen, das ist immer sehr anstrengend. Abends bin ich froh endlich die Füße hoch legen zu können, schreibe noch ein wenig Tagebuch und falle bald in einem komaähnlichen Schlaf.

Fotoliste

Harvard . Es ist immer noch sehr kalt, aber die Sonne macht es angenehmer.
Ich frage mich nur, wie die Obdachlosen es in dieser Kälte aushalten.
Dirk bringt mich nach Harvard und zeigt mir, wo er vor zwei Jahren zur Business School gegangen ist.
Entdeckt in Harvard ...
Entdeckt auf dem Harvard Yard ...
Entdeckt auf dem Harvard Yard ...
Das berühmte Harvard Denkmal.
Glücksbringer Schuh . Einmal gerieben für das Gelingen des nächsten Projektes
Entdeckt auf dem Harvard Yard ...
Schlendern über den Harvard Yard ...
Entdeckt auf dem Harvard Yard ...
Leider ist die Henry Moore Skulptur, die mir Dirk zeigen wollte, winterlich verpackt.
Es ist so kalt ... Sogar die Spatzen plustern sich zum Schutze auf.
Erstmal machen wir eine Aufwärmpause in einem Cafe.
Der Einrichtungsstil gefällt mir sehr gut. Überall stehen Metalldosen rum und hängen interessante Fotos an den Wänden.
.... In der Sonne sitzend geniessen wir die ruhigen Minuten des Aufwärmens. Aufwärmen per Sonnenstrahlen und hervorragendem Kaffee.
Ganz zu Schweigen von den Waffeln mit vierfacher Beerenmischung. Einfach Köstlich!
Das Zinneken`s (so heisst das Cafe) können wir jedem, der nach Harvard kommt, nur empfehlen.
In jeder Ecke gibt es etwas interessantes zu begutachten.
Sogar einen Food Truck hat dieses Cafe (oder deren Kette).
... Man beachte den massiv gebauten Kirchenturm.
Entdeckt auf dem Gelände der Harvard Universität ...
Entdeckt auf dem Gelände der Harvard Universität ...
Entdeckt auf dem Gelände der Harvard Universität ...
Im Coop hat sich Dirk gleich noch drei Bücher gekauft.
Charlston River ...
Spaziergang über das Gelände der Harvard Business School. Dirk zeigt mir die Plätze seiner Studienzeit hier.
Einkauf im Shop der Harvard Business School. Leider hat Dirk seine Mitgliedskarte nicht mehr. Also meldet er sich als Coop-Mitglied an und so bekommen wir 10 % Rabatt.
Spaziergang über das Gelände der Harvard Business School. Dirk zeigt mir die Plätze seiner Studienzeit hier.
Spaziergang über das Gelände der Harvard Business School. Dirk zeigt mir die Plätze seiner Studienzeit hier.
Spaziergang über das Gelände der Harvard Business School. Dirk zeigt mir die Plätze seiner Studienzeit hier.
Baker Library
Baker Library. Innen
Baker Library . Innen
Baker Library . Innen
Spaziergang über das Gelände der Harvard Business School. Dirk zeigt mir die Plätze seiner Studienzeit hier.
Spaziergang über das Gelände der Harvard Business School. Dirk zeigt mir die Plätze seiner Studienzeit hier.
Spaziergang über das Gelände der Harvard Business School. Dirk zeigt mir die Plätze seiner Studienzeit hier.
Der Charlston River ist noch mit dicken Eisschollen bedeckt.
Winter pur ...
Winter pur ...
Hier am Harvard Square gibt es bei Mr. Bartley`s sehr gute Burger ...
Im Burger-Restaurant Bartley`s am Harvard Square
Im Burger-Restaurant Bartley`s am Harvard Square
Ohne Worte
Mittagszeit im Burger-Restaurant
... Im Burger-Restaurant Bartley`s am Harvard Square
... Im Burger-Restaurant Bartley`s am Harvard Square
...
Im Burger-Restaurant Bartley`s . Typisch Amerikanisch
Nachdem wir uns ausreichend gestärkt haben, gehen wir zum Harvard Art Museum = the Fogg Museum, Busch-Reisinger Museum, and Arthur M. Sackler Museum.
The Fogg Museum - Eingangsfassade
Innenhof des Fogg Museums
Innenhof des Fogg Museums
Kunstwerke im Fogg Museum . Munke & Lehmbruck
Kunstwerke im Fogg Museum . Franz Marc & Jawlensky
Kunstwerke im Fogg Museum . Picasso
Kunstwerke im Fogg Museum . Modigliani
Kunstwerke im Fogg Museum
Kunstwerke im Fogg Museum . Miro, Pollock, Calder
Kunstwerke im Fogg Museum . Dirk vor einem Miro
Fogg Museum . Glasdach des Innenhofes im 4. Stock
Fogg Museum . Glasdach des Innenhofes . Blick hinunter vom 4. Stock
T-Station . Hier fotografiert Dirk mit der Nikon 1 J2 und steckt sie dann in seine Jackentasche. In der Bahn der Greenline, die wie eine Straßenbahn aussieht, aber unterirdisch fährt, kramt er in seinen Taschen und dabei scheint die Kamera aus der Tasche gerutscht zu sein. Leider bemerken wir das erst, nachdem wir an der Station Prudential Center ausgestiegen und ins Einkaufszentrum hinüber gelaufen sind.
Genau in dem Augenblick, als ich diesen Ausblick auf die Wolkenkratzer aufnehmen möchte, bemerken wir den Verlust der digitalen Kamera. ... Bloss gut, dass wir sofort zur Bahn zurück gegangen sind, so dass wir die Kamera nach einiger Wartezeit und Hilfe durch Bahnmitarbeiter die Kamera vom Fahrer des Wagens, in dem wir saßen, zurück erhalten.
Nach dieser Aufregung, brauchen wir ein Weilchen bis wir wieder etwas konkretes unternehmen können. Bis dahin laufen wir ein wenig planlos durch das Prudential Center.
... nehmen noch ein paar Fotos auf,
... und sind super froh, die Kamera wieder zu haben.
Danach schlendern wir noch durch Barnes & Nobles, ...
... kaufen ein Roman über ein Hundeleben (A dog`s purpose),
... suchen einen Supermarkt, der uns wieder mit typisch amerikanischen Lebensmitteln begrüßt und kaufen noch ein paar Kleinigkeiten zum Abendessen ein.
Danach sind wir dermaßen geschafft, dass wir nur noch ins Hotel wollen.
Also ab Richtung U-Bahn und zurück.

Interessantes zum Tag

  1. Google Maps . Harvard University in Cambridge (in the Greater Boston area)   (Map)   --> http://maps.google.com/maps?f=q&source=s_q&hl=de&geocode=&q=     
  2. Wikipedia . Harvard University   (English)   --> http://en.wikipedia.org/wiki/Harvard_University     
  3. Wikipedia . Harvard University . Universität in Cambridge   (Deutsch)   --> http://de.wikipedia.org/wiki/Harvard_University     
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Meist erzähle ich meine Geschichten mit Hilfe meiner Tagesfotos, die ich persönlich (oder manchmal mein Mann) aufgenommen habe. Genau wie das Geschriebene zeigen sie meine (unsere) persönliche Sicht auf unsere Welt und sollen meine (unsere) Erlebnisse dokumentieren. Mit anderen Worten: sie sind rein privater Natur und stehen unter Creative Commons License.
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